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Chance und Herausforderung zugleich
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TIWAG startet Solaroffensive auf Gewerbe- und Industriehallen

INNSBRUCK (10.06.2021). Die Errichtung von über 4.000 PV-Anlagen hat die TIWAG in den letzten Jahren auf den Tiroler Dächern unterstützt. Zukünftig möchte der Landesener-gieversorger auch verstärkt großflächige Anlagen auf Gewerbe- und Industriegebäuden für die Stromerzeugung aus Sonnenenergie nutzen. Ein erstes Referenzprojekt wurde jetzt für die Geschützte Werkstätte Integrative Betriebe Tirol GmbH (GW) umgesetzt.

Referenzprojekte in Vomp und Imst
Auf den Dächern der zwei Produktionsstandorte in Vomp und Imst wurde eine Leistung von insgesamt 600 Kilowattpeak (kWp) installiert. Mit einer Jahreserzeugung von 580.000 Kilo-wattstunden kann der erzeugte Strom zukünftig direkt genutzt werden. Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von 165 Haushalten. Die Investitionskosten von rund 470.000 Euro wurden von TIWAG getragen und werden über ein Pachtmodell mit produktionsab-hängigem Pachtzins abgerechnet.

„Neben der Wasserkraft ist Sonnenenergie die wichtigste erneuerbare Energiequelle, die in Tirol zur sauberen und umweltfreundlichen Stromerzeugung genutzt werden kann“, freut sich auch Landeshauptmannstellvertreter und Energielandesrat Josef Geisler über die neue Initiative. Von den rund 86 Millionen Quadratmetern Dachflächen in Tirol können rund 50 Millionen sinnvoll zur Energieproduktion herangezogen werden: „Viele Gewerbe- und Industriebetriebe haben auf ihren Produktionshallen große Flächen, die derzeit noch komplett ungenutzt sind. Mit dem neuen Angebot der TIWAG können wir hier mit relativ ge-ringem Aufwand einen großen Beitrag für die Erreichung der Tiroler Energieautonomie 2050 leisten“, verweist Geisler auf das Potenzial.

Schon jetzt gehört die TIWAG zu den größten Sonnenstrom-Produzenten in Tirol. „Mit den neuen Großanlagen wollen wir dieses Potential weiter ausbauen. Die TIWAG bietet dabei von der Planung über die Errichtung bis späteren Betrieb ein preislich attraktives Komplett-paket“, betont TIWAG-Vorstandsdirektor Thomas Gasser: „Dieses Pachtmodell für PV-Anlagen ist auch sehr gut für Einrichtungen mit beschränkten Budgetmitteln, z. B. Gemein-den, geeignet. Erste maßgeschneiderte Angebote für Kommunen und Betriebe sind bereits in Ausarbeitung.“

GW-Geschäftsführer Klaus Mair ist vom Modell jedenfalls überzeugt: „Die Nachhaltigkeit ist für unser Unternehmen auch bei der Energiegewinnung wichtig. Entsprechend haben wir dieses Pilotprojekt gerne umgesetzt. Immerhin können wir damit unsere Eigenversor-gung beträchtlich ausbauen und Kosten sparen. Großer Vorteil dieses Modells gemeinsam mit TIWAG ist, dass GW selbst nicht investieren musste, aber trotzdem günstig Sonnenstrom aus der Produktion vor Ort erhält.“

Förderpakete für Privathaushalte bleiben
Fortgeführt wird unterdessen die TIWAG-Investitionsförderung für die Errichtung von Klein-anlagen mit einer maximalen Leistung von acht (kWp). Der Zuschuss ist mit 400 Euro ge-deckelt. Über den Sonnenfonds können über die TIWAG zudem demnächst wieder PV-Anlagen im Leistungsbereich von vier bis zwanzig kWp schlüsselfertig bestellt werden. 2020 wurden die ersten Anlagen bei Privatkunden montiert, heuer wird die Initiative fortgesetzt.

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